Jede oder jeder will Computer (PCs), die auch wirklich funktionieren.
Speziell gilt das im Umfeld eines Unternehmens. Im Gegensatz zu einzelnen
PCs können bei einer Großbestellung preisgünstig Tests
zur Kompatibilität durchgeführt werden. Damit ist das zufriedenstellende
Zusammenspielen individuell zusammengestellter Komponenten gemeint. Für
einzelne PCs gleicher Zusammenstellung sind diese Tests aufgrund der Komplexität
moderner Systeme kaum finanzierbar.
computerdienste.at empfiehlt deshalb eine einfache Vorgehensweise über eine Inbetriebnahme in 2 Phasen auf der Basis eines gewissenhaft ausgewählten Komplettsystems. Ein gewissenhaftes Auswählen bedeutet in diesem Zusammenhang neben technischen Qualitätsmerkmalen auch die Seriosität des Herstellers zu beachten.
Bei renommierten Herstellern kann darauf vertraut werden, dass zumindest ein Teil deren Komplettsysteme dementsprechend ausgetestet ist. Im Schadensfall kann somit dem Kunden i.a. über Gewährleistungsansprüche innerhalb vertretbarer Zeit geholfen werden.
Betriebssicherheit hat dem unternehmerischen Wert der Arbeitsleistung, die in Zusammenhang mit einem PC steht, angemessen zu sein. (Siehe dazu auch „Kalkulierbare Schäden argumentieren Datensicherung“)
Unter diesem Aspekt hat sich folgende Methode als geeignet erwiesen: Die Abnahme ist entsprechend der Kompetenzen spezialisierter EDV/IT-Lieferanten und Dienstleister zu trennen. (IT=Informationstechnik) Um diese Trennung der Abnahme zu erreichen, ist auch die Inbetriebnahme eines PCs in zumindest folgende 2 Phasen zu teilen:
Phase-1: Inbetriebnahme des Kernsystems als unverändertes PC-Komplettsystem eines Herstellers
Phase-2: nach abgeschlossener Phase-1 die Inbetriebnahme von
zusätzlichen Computerkomponenten (Hardware) und Programmen (Software)
verschiedener u.U. dafür spezialisierter Hersteller
zur Phase-1: Inbetriebnahme des Kernsystems
Unter dem „Kernsystem“ verstehen wir alle Komponenten (d.h. u.U. Module eines Komplettsystems), die für eine Abnahme der Betriebssysteminstallation erforderlich sind. (Betriebssysteme wie z.B. Microsoft Windows, Linux, Sun Solaris o.ä.) Die erforderlichen Komponenten sind im Wesentlichen das Gehäuse, das Netzteil, die Mutterplatine, die Graphikkarte, Festplatten, ein CD-ROM-Laufwerk, der Einfachheit halber noch ein Floppy-Disk-Laufwerk, eine Tastatur und eine Maus.
Gemeinsam mit i.a. einem Standard-Monitor ist das die erforderliche Grundausstattung. Die Betriebssysteminstallation kann damit bereits ohne wesentliche Einschränkungen durchgeführt werden. Somit ist eine Funktionsprüfung des Installationsvorganges möglich. Der Vorgang hat fehlermeldungsfrei abzulaufen. Das ist die Basis für eine ordnungsgemäße Abnahme der Gesamtinstallation bestehend aus dem Betriebssystem gemeinsam mit den bereits im ersten Probebetrieb befindlichen Hardware-Komponenten.
Abgenommen wird im Detail, ob ein zufriedenstellendes Zusammenspiel der Einzelteile gegeben ist. Im Besondern gilt das, wenn zusammen geschaltete Festplatten (RAID – ggf. zur preisgünstigen Verbesserung der Ausfallsicherheit) verwendet werden sollen.
Für diese Phase-1 der Inbetriebnahme ist im Allgemeinen weniger
als eine Stunde Dienstleistungszeit eines EDV- od. Informationstechnikers
erforderlich. Mit einer nachvollziehbaren Fertigstellung dieser Phase (mittels
einer angemessenen Abnahmeprozedur) ist das Fundament der laufenden Betriebssicherheit
realisiert. Darauf ist dementsprechend mittels der folgenden Phase-2 aufzubauen.
zur Phase-2: Inbetriebnahme von zusätzlicher Hard- und Software
Das betrifft die Internetanbindung mit den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, eine Datensicherung mit Bandlaufwerken oder speziellen CD/DVD-Brennern, Soundsystem, Video/TV-Karte sowie die gesamte Peripherie: Drucker/Scanner, Digalkamera, MobileComputing, Speicherkarten (USB-Sticks) u. dgl. mehr.
Dazu gehören auch reine Programmerweiterungen (Software) wie z.B. ein Officepaket, brachenspezifische Programmlösungen, Graphikprogramm, CAD, Bildbearbeitung, Videobearbeitung, spezielle Programme zum Brennen und Abspielen von CD/DVDs u. dgl. mehr.
Für diese Phase-2 benötigt ein EDV- oder Informationstechniker inkl. einer Einbindung in ein Computernetzwerk (LAN = "local-area network" oder Internet mit den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen) im Allgemeinen zumindest 6 Stunden Dienstleistungszeit.
Unabhängig davon wie einfach oder komplex die gewünschte Gesamtinstallation sein mag, mit dieser Methode ist auch ein einzelnes Computersystem Schritt für Schritt betriebssicher aufzubauen. Eines ist dabei klar, je weniger auf einem PC zu installieren ist, umso einfacher und kostengünstiger ist neben der einmaligen Installation auch der laufende Betrieb. Zu beachten ist auch, dass das Ausfallrisiko am geringsten ist, wenn die PC-NutzerInnen ausreichend viel über die installierten Anwendungen wissen.
So kann es u.U. auf Dauer (ohne spürbaren Produktivitätsverlust)
wesentlich rationeller (weil dadurch betriebssicherer) sein, indem weniger
Anwendungen zugänglich sind. Einschränkungen sind aufgrund der
Natur der Sache für eine allseits zufriedenstellende Etablierung auf
die jeweilige Nutzerin oder den jeweiligen Nutzer nach Möglichkeit
individuell abzustimmen. ;-)
Michael Fichtenbauer
fimi@e2io.com
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